Peter Kees I Concept Art

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VOLKSPARSIFAL

Bayreuther Festspiele 2004



Akt 1

Nach einer Pressekonferenz in Berlin, einer zweiten in Bayreuth, in denen ich erkläre die Parsifal-Inszenierung von Christoph Schlingensief bei den Bayreuther Festspielen zu übernehmen, laufen Meldungen über die Tiker von dpa und ddp und werden publiziert im SERN, in der FAZ, SZ, ZDF, mdr, taz, Bayrischer Rundfunk, Der WELT, Harold Tribun, New Zealand Harald, Rheinische Post, Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Westdeutsche Zeitung, Mittelbayrische Zeitung, Ostseezeitung, Neues Deutschland, Donau Zeitung, Aachener Zeitung, Braunschweiger Zeitung, Heilbronner Stimme, Schaumburger Nachrichten, Tägliche Anzeigen, Wiesbadener Kurier, Allgäuer Zeitung, Cellesche Zeitung, Osthüringer Zeitung, Südkurier, Volksstimme, Harbuger Nachrichten, Leipziger Volkszeitung, RNZ, Heidelbeger Nachrichten, Backnanger Kreiszeitung, Ostthüringer Zeitung, Hohenloher Zeitung, Cellesche Zeitung, Thüringische Landeszeitung, Passauer Neue Presse, Esslinger Zeitung, Oberhessische Presse, OVB, Merkur Online, Lausitzer Rundschau, Nordbayrische Kurier, Radio mainwelle, Neue Musikzeitung, Netzzeitung, WEB.de, Intrinet, Yahoo Nahrichten, u.a. Folgende und ähnliche Beiträge waren zu finden: -

 

Berliner Aktionskünstler will Schlingensief ablösen

Peter Kees - Retter der Bayreuther Festspiele


 

Berlin (rpo). Die Bayreuther Festpiele sind gerettet. Nach dem Ausfall von Regisseur Christoph Schlingensief, der sich mit der Festspielleitung verkracht hatte, springt der Berliner Aktioonskünstler Peter Kees ein. Er habe sich kurzfristig bereit erklärt, die Regie für "Parsifal"-Inszenierung zu übernehmen.

Das sagte Kees am Mittwoch auf einer ebenfalls kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten. Einen Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe "berufen", betonte der gebürtige Bayreuther.

Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle, stehe, und nun müsse man eben drei Wochen "powern", sagte er.

Die "Parsifal"-Neuinszenierung vom Schlingensief soll die diesjährigen Wagner-Festspiele eröffnen. Bei den Proben war es jedoch zu Streitigkeiten zwischen Schlingensief und Festspielleiter Wolfgang Wagner gekommen. Anwälte wurden eingeschaltet, in den Medien wurde spekuliert, ob Schlingensief womöglich noch vor der Premiere aus Bayreuth abreist. Dieser meldete sich zunächst krank, nahm die Arbeit den Festspielen zufolge am Dienstag aber wieder auf.

Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler auf den Grünen Hügel zu holen, sei "ein cleverer Schachzug" von Wolfgang Wagner gewesen, lobte Kees.

Dass sich die Festspiele sich zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach. Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte Kees.

Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und Wagner, wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am Theater Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend und hat unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er erklärte sein eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) - für "künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch entstandenen Aufwertung der BRD" -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - "für ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten"-, an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für "Anwesenheitsleistung in Berlin".

veröffentlicht: 07.07.04

© rp-online, ap, dpa, sid

 

 

 


Mittwoch 7. Juli 2004, 13:37 Uhr
Der Retter des «Parsifal» - Berliner Aktionskünstler will Schlingensief bei den Bayreuther Festspielen ablösen

Berlin (ddp). Der Berliner Künstler Peter Kees will die Bayreuther Festspiele retten. Er habe sich «kurzfristig bereit erklärt», die «Parsifal»-Inszenierung von dem mit der Festspielleitung im Clinch liegenden Regisseur Christoph Schlingensief zu übernehmen, sagte Kees am Mittwoch auf einer ebenfalls kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten. Einen Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe «berufen», betonte der gebürtige Bayreuther.

Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle, stehe, und nun müsse man eben drei Wochen «powern», sagte er.

Die «Parsifal»-Neuinszenierung vom Schlingensief soll die diesjährigen Wagner-Festspiele eröffnen. Bei den Proben war es jedoch zu Streitigkeiten zwischen Schlingensief und Festspielleiter Wolfgang Wagner gekommen. Anwälte wurden eingeschaltet, in den Medien wurde spekuliert, ob Schlingensief womöglich noch vor der Premiere aus Bayreuth abreist. Dieser meldete sich zunächst krank, nahm die Arbeit den Festspielen zufolge am Dienstag aber wieder auf.

Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler auf den Grünen Hügel zu holen, sei «ein cleverer Schachzug» von Wolfgang Wagner gewesen, lobte Kees.

Dass sich die Festspiele sich zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach. Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte Kees.

Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und Wagner, wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am Theater Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend und hat unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er erklärte sein eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) - für «künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch entstandenen Aufwertung der BRD» -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - «für ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten»-, an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für «Anwesenheitsleistung in Berlin». (www.festspiele.de, www.peterkees.de)

 

ddp

 

- Reaktion in Bayreuth -

 

"Ich fühle mich berufen für den Parsifal"

09.07.2004 

Der Bayreuther Aktionskünstler Peter Kees steht bereit für die Rettung von Bayreuth BAYREUTH

Name: Peter Kees. Geburtsort: Bayreuth. Alter: 38. Beruf: Aktionskünstler. Projektart: "Parsifal". Projektort: Bayreuth.
Eine skurrile Situation. Da sitzt ein Mann, ganz in schwarz, im Hotel Bayerischer Hof. Ihm gegenüber zwei Medienvertreter und ebenso viele Gäste. Pressekonferenz ist angesagt. Eingeladen dazu hat DNA - Die Neue Aktionsgalerie aus Berlin. Thema: Der Bayreuther "Parsifal".
Potzblitz, da war doch was! Richtig. Es wäre unlängst beinahe zum "Parsifal"-Eklat gekommen. Schlingensief krank, die Inszenierung am Wackeln, Krise in Bayreuth. Das muss wohl auch dieser Klees vernommen haben. Weshalb er sich, vor drei Tagen in Berlin und gestern in Bayreuth, selbst ins Gespräch brachte. Er, Kees, stehe bereit für Bayreuth: "Ich fühle mich berufen für den 'Parsifal'". Und: Er wolle aus Bayreuth wieder einen Ort der Innovation machen.
Er stehe im Gespräch mit den Festspielen. Und bitte gleichzeitig um Verständnis dafür, dass er keine weiteren Auskünfte geben könne. Schwebendes Verfahren und so.

Kontakt mit Schlingensief? Nein, kein Kontakt. Er wolle Schlingensief nicht unter Druck setzen, aber Bayreuth retten. Was ja wohl durchaus auch im Sinne Katharina Wagners sei.

Er, Kees, werde den Erlöser erlösen. Wagner, Schlingensief, alle miteinander. Seine Befähigung dafür? Kees seinen Wagner sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, als Statist schon auf der Festspielbühne gestanden. Zudem kenne er den "Parsifal" in- und auswendig. Mehr könne er aber nicht sagen. Zumal die Zeit dränge. Es sei ja nicht mehr lange bis zur Premiere. Abtritt.
Zwangsläufig rieb man sich die Augen. Und hätte man nicht gewusst, dass Kees Aktionskünstler ist, man hätte das Unternehmen "Parsifal" durchaus ernst nehmen können. So blieb einem nur eines: Schmunzeln über diesen ganz besonderen "Parsifal-Keese".
Kees hat in der Vergangenheit schon mit einer Vielzahl interessanter Projekte auf sich aufmerksam gemacht. So mit "TV Real", seiner Spielart des "Öffentlichen Ersatzfernsehens" in Berlin. Oder mit seinem Projekt Ich AG, bei dem er Bundeskanzler Schröder "für die Lebenszeit, die ich in diesem Land verbracht habe, für meine staatsbürgerlichen demokratischen Aktivitäten und für meine künstlerischen Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch entstandenen Aufwertung der BRD" und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn "für ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten und Verspätungen beim Reisen mit der Deutschen Bahn" Rechnungen stellte.

INFO Weitere Infos über den Künstler unter www.peterkees.de


Für den KURIER-Fotografen posierte Aktionskünstler Peter Kees gerne auch vor dem Festspielhaus. Wo er ja, wegen "Parsifal", ohnehin hin will.

Nordbayerischer Kurier

 

 

Parsifal-Keese

07.07.2004  20:55

Die Gemeinsamkeit von Fußball und Festspiele? Beides F-Wörter. Weiter? In beiden Lagern gab's ein Problem: Vorübergehend war der Headcoach verlustig gegangen. Rudi Völler warf hin, Christoph Schlingensief, so orakelten böse Zungen, habe es ihm gleich tun wollen. Und? Die Fußballer legten vor, nominierten reihenweise Ersatzleute: Hitzfeld, Daum und Rehakles kamen ins Gespräch. Dagegen schwächelte die Festspielseite zunächst. Es gab zwar - nach Lars von Triers Absage - Vorschläge zuhauf für neue "Ring"-Protagonisten (da gibt es noch ein Besetzungsproblem), nur mit dem Schlingensief-Ersatz tat sich das Opernteam schwer. Bis jetzt. Denn gestern meldete sich, in Berlin, ein Mensch namens Peter Kees. Der ist nicht nur gebürtiger Bayreuther, sondern Aktionskünstler. Als solcher pilgerte er schon mal, die Hitlermaske auf der Nase, hinauf zum Grünen Hügel. Gestern warf Klees seinen Hut in den Ring. Vor zwei Journalisten sagte er: "Ich mach's." Sein Pech: Schlingensief ist längst wieder an Bord. "Parsifal" as (un)usual in Bayreuth.

Gleichwohl will der Künstler heute in Bayreuth an die Öffentlichkeit treten. Und uns seinen vermutlich wüsten "Parsifal"-Keese auftischen. Wohl bekomm's!
gdm

Nordbayerischer Kurier

 

Reaktion in der Fachpresse –

Nachricht: 7.7.: oper & konzert aktuell +++ oper & konzert

Veröffentlicht von: nmz-red/leipzig


Bayreuth: Schlingensief ist zurück im Festspielhaus +++ Bonn: Masur wird neuer Vorstandsvorsitzender des Beethoven-Hauses +++ Essen/Köln: Sängertreffen «Pueri Cantores» im Ruhrbistum +++ Bremen: 360 Chöre zur Chorolympiade erwartet +++ Berlin: Caballé und Cura begeistern bei Classic Open Air +++ Görlitz: Uraufführung einer Fürst-Pückler-Oper geplant

Bayreuth: Schlingensief ist zurück im Festspielhaus

Bayreuth (ddp-bay). Christoph Schlingensief ist wieder in Bayreuth. Der Regisseur setzte seine Arbeit auf dem Grünen Hügel am Dienstag fort, wie der Sprecher der Richard-Wagner-Festspiele, Peter Emmerich sagte. Die Proben für die Oper «Parsifal» wurden wieder aufgenommen. Mit der Premiere der Neuinszenierung werden die Festspiele am 25. Juli eröffnet.

Vergangene Woche war es zwischen Schlingensief und Festspiele-Chef Wolfgang Wagner zum Streit gekommen. Schlingensief meldete sich daraufhin krank. Sowohl der Regisseur als auch Wagner schalteten Anwälte ein. Das Festspielhaus wollte sich nicht dazu äußern, ob die Differenzen jetzt ausgeräumt sind.
Bayreuths Kronprinzessin Katharina Wagner, Tochter des Festspielchefs Wolfgang Wagner, hat das Engagement von Christoph Schlingensief als Regisseur der «Parsifal»-Neuinszenierung von Anfang an für «eine gute Idee» gehalten. Jetzt assistiere sie ihm und berate ihn, «was geht und was nicht», sagte Wagner der «Berliner Morgenpost» (Mittwochausgabe). Die 26-jährige betonte, vielleicht seien in den letzten Jahren bestimmte Regisseure in Bayreuth übergangen worden. So habe Christoph Marthaler, der 2005 einen neuen «Tristan» inszeniert, schon lange auf der Wunschliste ihres Vaters gestanden. Sie selbst halte Marthaler für «einen totalen Glücksgriff».

Zur Zukunft der Festspiele sagte Wagner, wenn ihr Vater aufhöre, ändere sich die Gesellschaftsform der Festspiele. Auf jeden Fall müsse auch die wirtschaftliche Seite «ganz anders strukturiert werden». Falls sie Bayreuth einmal übernehme, werde es mehr Teamwork geben. Ihr Vater sei «viele Personen in einer». Das werde es in Bayreuth sicher nicht mehr geben.

Untergehen wird der Grüne Hügel mit Sicherheit nicht. Inzwischen hat sich nämlich ein "Ersatz-Regisseur" bereit erklärt, die Bayreuther Festspiele zu retten. Der Berliner Künstler Peter Kees will die «Parsifal»-Inszenierung übernehmen, wie er am Mittwoch auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten sagte. Einen Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe «berufen», betonte der gebürtige Bayreuther.

Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle, stehe, und nun müsse man eben drei Wochen «powern», sagte er.
Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler auf den Grünen Hügel zu holen, sei «ein cleverer Schachzug» von Wolfgang Wagner gewesen, lobte Kees.
Dass sich die Festspiele zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach. Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte Kees.

Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und Wagner, wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am Theater Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend und hat unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er erklärte sein eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) - für «künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch entstandenen Aufwertung der BRD» -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - «für ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten»-, an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für «Anwesenheitsleistung in Berlin».

 

 

Musik/Festspiele/

Berliner Künstler will Bayreuther Festspiele «retten» =

Berlin (dpa/lby) - Der Berliner Künstler und Theatermacher Peter Kees will die Regie bei der Neuinszenierung von Richard Wagners Oper «Parsifal» bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen «übernehmen», wie er es formulierte. «Ich habe das Gefühl, ich kann dieses Bayreuth retten», sagte er am Mittwoch vor Journalisten in einer Galerie in Berlin-Mitte. «Ich bin mit Wagner groß geworden und kenne den "Parsifal" fast in- und auswendig.»

Kees verwies auf die anhaltenden Unstimmigkeiten zwischen der Festspielleitung und dem Regisseur des «Parsifal», Christoph Schlingensief. Ob er schon mit der Familie Wagner darüber gesprochen habe, wollte der 1965 in Bayreuth geborene Künstler nicht sagen. Noch am Mittwoch wollte er in die Wagner-Stadt reisen.

Kees hat nach eigenen Angaben bisher an verschiedenen Ausstellungen unter anderem in Berlin, Dresden, Bamberg und bei der Expo 2000 in Hannover teilgenommen und arbeitete nach seinem Regiestudium in Hamburg auch als Leiter von Off-Bühnen. dpa bf yybb mo

071226 Jul 04

 

 

- Antwort vom Hügel -

Parsifal-Aktion lässt Bayreuther Festspiele kalt

Bayreuth (ddp-bay). Die «Parsifal»-Inszenierung des Berliner Aktionskünstlers Peter Kees lässt die Bayreuther Festspiele kalt. «Das ist ein Käs», sagte Festspiele-Sprecher Peter Emmerich am Freitag auf ddp-Anfrage. Die Aktion könne man allenfalls humoristisch nehmen: «Ich finde es gut, wenn Kees sich mit dem 'Parsifal' beschäftigt», betonte Emmerich.

Der Sprecher sagte weiter, es sei erstaunlich, «wer sich heute alles Künstler nennen» dürfe. Kees habe vor einigen Jahren bei der Premiere für einen Eklat gesorgt: Damals sei er in der Maskerade des NS-Diktators Adolf Hitler mit einem großen Wagen auf dem grünen Hügel vorgefahren.

Sollte Kees allerdings ernsthaft glauben, er arbeite offiziell für die Bayreuther Festspiele, «dann irrt er», unterstrich Emmerich. Der gebürtige Bayreuther Kees hatte am Freitag auf einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt bekannt gegeben, dass er die Arbeit am Parsifal aufgenommen habe. Die Generalprobe solle am 21. Juli stattfinden. Vor wenigen Tagen hatte Kees verkündet, er werde in die Bresche springen, um den «Parsifal» von dem mit der Festspielleitung im Clinch liegenden Regisseur Christoph Schlingensief zu übernehmen.

Emmerich betonte, dass Schlingensief seit Dienstag kräftig an der Neuinszenierung arbeite. «Die Proben laufen planmäßig», sagte der Sprecher.

9. Juli 2004 / Mittelbayrische Zeitung  

 

- Internationale Presse –

Valkyrie heiress rides to the rescue at Bayreuth

By Ruth Elkins in Berlin

11 July 2004

Some of her famously quarrelsome relatives doubtless regard Katharina Wagner as little more than an inexperienced blonde harpy luring the Wagner family honour on to the rocks. But this week the great-granddaughter of Richard Wagner took a decisive step in the battle to take control of the composer's most prestigious legacy: Germany's Bayreuth Festival. When the tantrums and walk-outs started, it was the 26-year-old Madonna fan who saved the day.

The annual opera festival, which opens this month, is Europe's most exclusive arts ticket, with a 10-year waiting list for seats. This year's most eagerly awaited production is of Parsifal, directed by Christoph Schlingensief, the radical bad boy of Berlin's avant-garde Volksbühne theatre, drafted in to inject new life into the festival. But weeks before opening night, its maverick director clashed openly with Bayreuth's 84-year-old patriarch, Wolfgang Wagner, called in sick and allegedly had to under- go counselling.

The row, reportedly over casting and instrumentation, was so serious that the pair spoke only through lawyers. Germany's arts press had a field day and a second Berlin artist, Peter Kees, announcedhe would take over.

He spoke too soon. Like one of the heroines in her great-grandfather's epic operas, Katharina swooped in, took over rehearsals, and lured Mr Schlingensief out of his caravan and back into the hilltop opera house. Now, as far as Parsifal is concerned, Katharina says she's telling the director "what's on and what's not".

The Wagner family feud over who is to succeed Wolfgang when he dies or steps down has been rumbling on for years without resolution. The difficult man, who as a child referred to Adolf Hitler, a family friend, as "Uncle Wolf", has maintained an iron grip over the festival's running for more than half a century. Since the Bayreuth foundation states that its festival director should "in principle" be a Wagner, three of the clan - Wolfgang's current wife Gudrun, Eva, the daughter from his first marriage, and his niece Nike - have all put themselves forward for the job, but after bitter argument no final decision has been made.

Now it is emerging that blonde Katharina, the daughter from Wolfgang's second marriage, to Gudrun, is the chosen one. Directly involved in co-ordinating the festival since 2001, her directorial debut came last year at the age of 24, and she is also due to produce a new Die Meistersinger von Nürnberg at Bayreuth in 2007. Even Bayreuth itself admits Katharina, whose favourite music includes Madonna, Michael Jackson and Puccini, is emerging as the clear winner. The favourite admitted this week that she's "already asking herself the question" whether she will take over the influential festival, which attracts up to 50,000 opera-goers each year.

But whatever the result of the wrangling, many agree that a speedy handover to the next generation can only be a good thing for the festival, which opens on 25 July.

When Richard Wagner started it in 1876, the festival was regarded as radical, but critics have attacked it in recent years for being stuffy and archaic. As Nike Wagner put it: "There must be a change because the institution of Bayreuth and its director are both going senile."

 

 

Akt 2 

Performance während der Eröffnung zu den Bayreuther Festspielen 2004: Eine angemeldete Demonstration unter dem Moto „PARSIFAL FÜR ALLE – ERLÖSUNG VON DEM ÜBEL“.


 
 


Akt 3

Nie realisiert (Fragment)