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Was ist denn eigentlich Tod und Sterben?
Wie nehmen Menschen ihre Endlichkeit wahr?
Peter Kees hat mit unterschiedlichsten Menschen Interviews
geführt.
Intime Fragen, individuelle Antworten - in der Installation
hörbar gemacht: ein Kind, ein Arzt, ein Ökonomie-Professor, ein Komponist, eine
Krankenschwester, ein Rentner, ein emigrierter Jude, eine Studentin usw.
Schon die Frage nach dem Was
des Lebens wird sehr unterschiedlich beantwortet. Ähnlich verhält es sich mit
der Frage nach dem Tod.
Tod und Sterben scheinen heute, zumindest im westlichen Teil
Europas, in der Alltagsrealität kaum mehr Präsenz zu besitzen und sogar
tabuisiert zu werden; vornehmlich wird in Altersheimen und Krankenhäusern, fern
von Gemeinschaften, gestorben.
Als Gegensatz zum Tod steht in der Installation der Hase als
Fruchtbarkeitssymbol für das Leben, das sowohl in der christlichen Ikonographie
als auch in der Kunstgeschichte von Dürer bis Beuys immer wieder auftaucht.
So verbindet auch der französische Philosoph Michel De Montaigne
das Leben mit dem Tod, wenn er das Leben eines Menschen nach seiner letzten
Stunde beurteilt; erst wenn man weiss, wie einer gestorben ist, weiss man, wie
er gelebt hat.
