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Bayreuther Festspiele 2004

Akt 1
Nach einer
Pressekonferenz in Berlin, einer zweiten in Bayreuth, in denen ich erkläre die
Parsifal-Inszenierung von Christoph Schlingensief bei den Bayreuther
Festspielen zu übernehmen, laufen Meldungen über die Tiker von dpa und ddp und
werden publiziert im SERN, in der FAZ, SZ, ZDF, mdr, taz, Bayrischer Rundfunk,
Der WELT, Harold Tribun, New Zealand Harald, Rheinische Post, Berliner Zeitung,
Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Westdeutsche Zeitung, Mittelbayrische
Zeitung, Ostseezeitung, Neues Deutschland, Donau Zeitung, Aachener Zeitung,
Braunschweiger Zeitung, Heilbronner Stimme, Schaumburger Nachrichten, Tägliche
Anzeigen, Wiesbadener Kurier, Allgäuer Zeitung, Cellesche Zeitung, Osthüringer
Zeitung, Südkurier, Volksstimme, Harbuger Nachrichten, Leipziger Volkszeitung,
RNZ, Heidelbeger Nachrichten, Backnanger Kreiszeitung, Ostthüringer Zeitung,
Hohenloher Zeitung, Cellesche Zeitung, Thüringische Landeszeitung, Passauer
Neue Presse, Esslinger Zeitung, Oberhessische Presse, OVB, Merkur Online,
Lausitzer Rundschau, Nordbayrische Kurier, Radio mainwelle, Neue Musikzeitung,
Netzzeitung, WEB.de, Intrinet, Yahoo Nahrichten, u.a. Folgende und ähnliche
Beiträge waren zu finden: -
Berliner Aktionskünstler will Schlingensief ablösen
Peter Kees - Retter der Bayreuther Festspiele
Berlin (rpo). Die
Bayreuther Festpiele sind gerettet. Nach dem Ausfall von Regisseur Christoph
Schlingensief, der sich mit der Festspielleitung verkracht hatte, springt der
Berliner Aktioonskünstler Peter Kees ein. Er habe sich kurzfristig bereit
erklärt, die Regie für "Parsifal"-Inszenierung zu übernehmen.
Das sagte Kees am Mittwoch auf einer ebenfalls kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten. Einen Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe "berufen", betonte der gebürtige Bayreuther.
Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle, stehe, und nun müsse man eben drei Wochen "powern", sagte er.
Die "Parsifal"-Neuinszenierung vom Schlingensief soll die diesjährigen Wagner-Festspiele eröffnen. Bei den Proben war es jedoch zu Streitigkeiten zwischen Schlingensief und Festspielleiter Wolfgang Wagner gekommen. Anwälte wurden eingeschaltet, in den Medien wurde spekuliert, ob Schlingensief womöglich noch vor der Premiere aus Bayreuth abreist. Dieser meldete sich zunächst krank, nahm die Arbeit den Festspielen zufolge am Dienstag aber wieder auf.
Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler auf den Grünen Hügel zu holen, sei "ein cleverer Schachzug" von Wolfgang Wagner gewesen, lobte Kees.
Dass sich die Festspiele sich zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach. Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte Kees.
Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und Wagner, wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am Theater Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend und hat unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er erklärte sein eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) - für "künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch entstandenen Aufwertung der BRD" -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - "für ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten"-, an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für "Anwesenheitsleistung in Berlin".
veröffentlicht:
07.07.04
© rp-online, ap, dpa, sid
Mittwoch 7. Juli 2004, 13:37 Uhr
Der Retter des «Parsifal» - Berliner Aktionskünstler will Schlingensief
bei den Bayreuther Festspielen ablösen
Berlin (ddp). Der Berliner Künstler Peter Kees will die Bayreuther Festspiele retten. Er habe sich «kurzfristig bereit erklärt», die «Parsifal»-Inszenierung von dem mit der Festspielleitung im Clinch liegenden Regisseur Christoph Schlingensief zu übernehmen, sagte Kees am Mittwoch auf einer ebenfalls kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten. Einen Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe «berufen», betonte der gebürtige Bayreuther.
Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle, stehe, und nun müsse man eben drei Wochen «powern», sagte er.
Die «Parsifal»-Neuinszenierung vom Schlingensief soll die diesjährigen Wagner-Festspiele eröffnen. Bei den Proben war es jedoch zu Streitigkeiten zwischen Schlingensief und Festspielleiter Wolfgang Wagner gekommen. Anwälte wurden eingeschaltet, in den Medien wurde spekuliert, ob Schlingensief womöglich noch vor der Premiere aus Bayreuth abreist. Dieser meldete sich zunächst krank, nahm die Arbeit den Festspielen zufolge am Dienstag aber wieder auf.
Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler auf den Grünen Hügel zu holen, sei «ein cleverer Schachzug» von Wolfgang Wagner gewesen, lobte Kees.
Dass sich die Festspiele sich zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach. Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte Kees.
Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und
Wagner, wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am
Theater Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher
Pavillon bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend
und hat unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er
erklärte sein eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler
Gerhard Schröder (SPD) - für «künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der
dadurch entstandenen Aufwertung der BRD» -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - «für
ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten»-, an Berlins Regierenden
Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für «Anwesenheitsleistung in Berlin».
(www.festspiele.de, www.peterkees.de)
ddp
- Reaktion in Bayreuth -
"Ich fühle mich berufen für den Parsifal"
09.07.2004
Der Bayreuther
Aktionskünstler Peter Kees steht bereit für die Rettung von Bayreuth BAYREUTH
Name: Peter Kees. Geburtsort: Bayreuth. Alter: 38. Beruf: Aktionskünstler.
Projektart: "Parsifal". Projektort: Bayreuth.
Eine skurrile Situation. Da sitzt ein Mann, ganz in schwarz, im Hotel
Bayerischer Hof. Ihm gegenüber zwei Medienvertreter und ebenso viele Gäste.
Pressekonferenz ist angesagt. Eingeladen dazu hat DNA - Die Neue Aktionsgalerie
aus Berlin. Thema: Der Bayreuther "Parsifal".
Potzblitz, da war doch was! Richtig. Es wäre unlängst beinahe zum
"Parsifal"-Eklat gekommen. Schlingensief krank, die Inszenierung am
Wackeln, Krise in Bayreuth. Das muss wohl auch dieser Klees vernommen haben.
Weshalb er sich, vor drei Tagen in Berlin und gestern in Bayreuth, selbst ins
Gespräch brachte. Er, Kees, stehe bereit für Bayreuth: "Ich fühle mich
berufen für den 'Parsifal'". Und: Er wolle aus Bayreuth wieder einen Ort
der Innovation machen.
Er stehe im Gespräch mit den Festspielen. Und bitte gleichzeitig um Verständnis
dafür, dass er keine weiteren Auskünfte geben könne. Schwebendes Verfahren und
so.
Kontakt mit
Schlingensief? Nein, kein Kontakt. Er wolle Schlingensief nicht unter Druck
setzen, aber Bayreuth retten. Was ja wohl durchaus auch im Sinne Katharina
Wagners sei.
Er, Kees, werde den
Erlöser erlösen. Wagner, Schlingensief, alle miteinander. Seine Befähigung
dafür? Kees seinen Wagner sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, als Statist
schon auf der Festspielbühne gestanden. Zudem kenne er den "Parsifal"
in- und auswendig. Mehr könne er aber nicht sagen. Zumal die Zeit dränge. Es
sei ja nicht mehr lange bis zur Premiere. Abtritt.
Zwangsläufig rieb man sich die Augen. Und hätte man nicht gewusst, dass Kees
Aktionskünstler ist, man hätte das Unternehmen "Parsifal" durchaus
ernst nehmen können. So blieb einem nur eines: Schmunzeln über diesen ganz
besonderen "Parsifal-Keese".
Kees hat in der Vergangenheit schon mit einer Vielzahl interessanter Projekte
auf sich aufmerksam gemacht. So mit "TV Real", seiner Spielart des
"Öffentlichen Ersatzfernsehens" in Berlin. Oder mit seinem Projekt
Ich AG, bei dem er Bundeskanzler Schröder "für die Lebenszeit, die ich in
diesem Land verbracht habe, für meine staatsbürgerlichen demokratischen Aktivitäten
und für meine künstlerischen Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch
entstandenen Aufwertung der BRD" und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn "für
ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten und Verspätungen beim Reisen mit der
Deutschen Bahn" Rechnungen stellte.
INFO Weitere Infos
über den Künstler unter www.peterkees.de
Für den KURIER-Fotografen posierte Aktionskünstler Peter Kees gerne auch vor
dem Festspielhaus. Wo er ja, wegen "Parsifal", ohnehin hin will.
Nordbayerischer
Kurier
Parsifal-Keese
07.07.2004 20:55
Die Gemeinsamkeit von Fußball und Festspiele?
Beides F-Wörter. Weiter? In beiden Lagern gab's ein Problem: Vorübergehend war
der Headcoach verlustig gegangen. Rudi Völler warf hin, Christoph Schlingensief,
so orakelten böse Zungen, habe es ihm gleich tun wollen. Und? Die Fußballer
legten vor, nominierten reihenweise Ersatzleute: Hitzfeld, Daum und Rehakles
kamen ins Gespräch. Dagegen schwächelte die Festspielseite zunächst. Es gab
zwar - nach Lars von Triers Absage - Vorschläge zuhauf für neue
"Ring"-Protagonisten (da gibt es noch ein Besetzungsproblem), nur mit
dem Schlingensief-Ersatz tat sich das Opernteam schwer. Bis jetzt. Denn gestern
meldete sich, in Berlin, ein Mensch namens Peter Kees. Der ist nicht nur
gebürtiger Bayreuther, sondern Aktionskünstler. Als solcher pilgerte er schon
mal, die Hitlermaske auf der Nase, hinauf zum Grünen Hügel. Gestern warf Klees
seinen Hut in den Ring. Vor zwei Journalisten sagte er: "Ich mach's."
Sein Pech: Schlingensief ist längst wieder an Bord. "Parsifal" as
(un)usual in Bayreuth.
Gleichwohl will der Künstler heute in Bayreuth an
die Öffentlichkeit treten. Und uns seinen vermutlich wüsten
"Parsifal"-Keese auftischen. Wohl bekomm's!
gdm
Nordbayerischer
Kurier
Reaktion in der Fachpresse –
Nachricht: 7.7.:
oper & konzert aktuell +++ oper & konzert
Veröffentlicht von: nmz-red/leipzig

Bayreuth: Schlingensief ist zurück im Festspielhaus
+++ Bonn: Masur wird neuer Vorstandsvorsitzender des Beethoven-Hauses
+++ Essen/Köln: Sängertreffen «Pueri Cantores» im Ruhrbistum +++ Bremen:
360 Chöre zur Chorolympiade erwartet +++ Berlin: Caballé und Cura
begeistern bei Classic Open Air +++ Görlitz: Uraufführung einer
Fürst-Pückler-Oper geplant
Bayreuth: Schlingensief ist zurück im Festspielhaus
Bayreuth (ddp-bay). Christoph Schlingensief ist
wieder in Bayreuth. Der Regisseur setzte seine Arbeit auf dem Grünen Hügel am
Dienstag fort, wie der Sprecher der Richard-Wagner-Festspiele, Peter Emmerich sagte.
Die Proben für die Oper «Parsifal» wurden wieder aufgenommen. Mit der Premiere
der Neuinszenierung werden die Festspiele am 25. Juli eröffnet.
Vergangene Woche war es zwischen Schlingensief und
Festspiele-Chef Wolfgang Wagner zum Streit gekommen. Schlingensief meldete sich
daraufhin krank. Sowohl der Regisseur als auch Wagner schalteten Anwälte ein.
Das Festspielhaus wollte sich nicht dazu äußern, ob die Differenzen jetzt
ausgeräumt sind.
Bayreuths Kronprinzessin Katharina Wagner, Tochter des Festspielchefs Wolfgang
Wagner, hat das Engagement von Christoph Schlingensief als Regisseur der
«Parsifal»-Neuinszenierung von Anfang an für «eine gute Idee» gehalten. Jetzt
assistiere sie ihm und berate ihn, «was geht und was nicht», sagte Wagner der
«Berliner Morgenpost» (Mittwochausgabe). Die 26-jährige betonte, vielleicht
seien in den letzten Jahren bestimmte Regisseure in Bayreuth übergangen worden.
So habe Christoph Marthaler, der 2005 einen neuen «Tristan» inszeniert, schon
lange auf der Wunschliste ihres Vaters gestanden. Sie selbst halte Marthaler
für «einen totalen Glücksgriff».
Zur Zukunft der Festspiele sagte Wagner, wenn ihr
Vater aufhöre, ändere sich die Gesellschaftsform der Festspiele. Auf jeden Fall
müsse auch die wirtschaftliche Seite «ganz anders strukturiert werden». Falls
sie Bayreuth einmal übernehme, werde es mehr Teamwork geben. Ihr Vater sei
«viele Personen in einer». Das werde es in Bayreuth sicher nicht mehr geben.
Untergehen wird der Grüne Hügel mit Sicherheit nicht.
Inzwischen hat sich nämlich ein "Ersatz-Regisseur" bereit erklärt,
die Bayreuther Festspiele zu retten. Der Berliner Künstler Peter Kees will die
«Parsifal»-Inszenierung übernehmen, wie er am Mittwoch auf einer kurzfristig
anberaumten Pressekonferenz in Berlin vor zwei Journalisten sagte. Einen
Vertrag habe er zwar noch nicht, aber er fühle sich zu dieser Aufgabe
«berufen», betonte der gebürtige Bayreuther.
Sorgen um den Premierentermin am 25. Juli macht sich
Kees nicht. Sein Konzept, das das Motiv der Utopie in den Mittelpunkt stelle,
stehe, und nun müsse man eben drei Wochen «powern», sagte er.
Er wolle keinen Druck auf Schlingensief machen, betonte Kees. Er habe ein
ähnliches Verständnis an Werke heranzugehen und wolle wie dieser die
Modernisierung von Bayreuth vorantreiben. Bayreuth müsse wieder zu einem Ort
der Innovation werden. Regisseure wie Schlingensief oder Christoph Marthaler
auf den Grünen Hügel zu holen, sei «ein cleverer Schachzug» von Wolfgang Wagner
gewesen, lobte Kees.
Dass sich die Festspiele zu Kees' Plänen bisher nicht äußern, versteht der
Aktionskünstler. Schließlich sei der Vertrag ja noch nicht unter Dach und Fach.
Auch er wolle über den Stand der Gespräche nichts sagen, mit Schlingensief habe
er keinen Kontakt. Direkt nach dem Pressetermin in der Hauptstadt wollte Kees
in seine Heimatstadt aufbrechen, um dort letzte Details zu klären, die dann bei
einer Pressekonferenz am Donnerstag in Bayreuth verkündet werden sollten. Er
selbst sehe jedenfalls gute Chance, dass er sein Projekt verwirklichen könne, bekräftigte
Kees.
Kees - Jahrgang 1965 - hat Regie studiert und Wagner,
wie er selbst sagt, mit der Muttermilch eingesogen. Er war Intendant am Theater
Reutlingen - Die Tonne und Projektleiter im Kulturprogramm Deutscher Pavillon
bei der Expo 2000 in Hannover. Seit dem Jahr 2000 ist er freischaffend und hat
unter anderem mit dem Projekt Ich-AG von sich reden gemacht. Er erklärte sein
eigenes Leben zur Ich AG und stellte Rechnungen an Bundeskanzler Gerhard
Schröder (SPD) - für «künstlerische Beiträge im Zusammenhang mit der dadurch
entstandenen Aufwertung der BRD» -, an Bahn-Chef Hartmud Mehdorn - «für
ungewollten Lebenszeitverlust durch Warten»-, an Berlins Regierenden
Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) für «Anwesenheitsleistung in Berlin».
Musik/Festspiele/
Berliner
Künstler will Bayreuther Festspiele «retten» =
Berlin
(dpa/lby) - Der Berliner Künstler und Theatermacher Peter Kees will die Regie
bei der Neuinszenierung von Richard Wagners Oper «Parsifal» bei den
diesjährigen Bayreuther Festspielen «übernehmen», wie er es formulierte. «Ich
habe das Gefühl, ich kann dieses Bayreuth retten», sagte er am Mittwoch vor
Journalisten in einer Galerie in Berlin-Mitte. «Ich bin mit Wagner groß
geworden und kenne den "Parsifal" fast in- und auswendig.»
Kees
verwies auf die anhaltenden Unstimmigkeiten zwischen der Festspielleitung und
dem Regisseur des «Parsifal», Christoph Schlingensief. Ob er schon mit der
Familie Wagner darüber gesprochen habe, wollte der 1965 in Bayreuth geborene
Künstler nicht sagen. Noch am Mittwoch wollte er in die Wagner-Stadt reisen.
Kees
hat nach eigenen Angaben bisher an verschiedenen Ausstellungen unter anderem in
Berlin, Dresden, Bamberg und bei der Expo 2000 in Hannover teilgenommen und
arbeitete nach seinem Regiestudium in Hamburg auch als Leiter von Off-Bühnen.
dpa bf yybb mo
071226
Jul 04
- Antwort vom Hügel -
Parsifal-Aktion lässt Bayreuther Festspiele kalt
Bayreuth (ddp-bay). Die «Parsifal»-Inszenierung des Berliner
Aktionskünstlers Peter Kees lässt die Bayreuther Festspiele kalt. «Das ist ein
Käs», sagte Festspiele-Sprecher Peter Emmerich am Freitag auf ddp-Anfrage. Die
Aktion könne man allenfalls humoristisch nehmen: «Ich finde es gut, wenn Kees
sich mit dem 'Parsifal' beschäftigt», betonte Emmerich.
Der Sprecher sagte weiter, es sei erstaunlich, «wer sich heute alles
Künstler nennen» dürfe. Kees habe vor einigen Jahren bei der Premiere für einen
Eklat gesorgt: Damals sei er in der Maskerade des NS-Diktators Adolf Hitler mit
einem großen Wagen auf dem grünen Hügel vorgefahren.
Sollte Kees allerdings ernsthaft glauben, er arbeite offiziell für die
Bayreuther Festspiele, «dann irrt er», unterstrich Emmerich. Der gebürtige
Bayreuther Kees hatte am Freitag auf einer Pressekonferenz in seiner
Heimatstadt bekannt gegeben, dass er die Arbeit am Parsifal aufgenommen habe.
Die Generalprobe solle am 21. Juli stattfinden. Vor wenigen Tagen hatte Kees
verkündet, er werde in die Bresche springen, um den «Parsifal» von dem mit der
Festspielleitung im Clinch liegenden Regisseur Christoph Schlingensief zu
übernehmen.
Emmerich betonte, dass Schlingensief seit Dienstag kräftig an der
Neuinszenierung arbeite. «Die Proben laufen planmäßig», sagte der Sprecher.
9.
Juli 2004 / Mittelbayrische Zeitung
- Internationale Presse –
Some of her famously quarrelsome relatives doubtless regard Katharina Wagner as little more than an inexperienced blonde harpy luring the Wagner family honour on to the rocks. But this week the great-granddaughter of Richard Wagner took a decisive step in the battle to take control of the composer's most prestigious legacy: Germany's Bayreuth Festival. When the tantrums and walk-outs started, it was the 26-year-old Madonna fan who saved the day.
The annual opera festival, which opens this month, is Europe's most exclusive arts ticket, with a 10-year waiting list for seats. This year's most eagerly awaited production is of Parsifal, directed by Christoph Schlingensief, the radical bad boy of Berlin's avant-garde Volksbühne theatre, drafted in to inject new life into the festival. But weeks before opening night, its maverick director clashed openly with Bayreuth's 84-year-old patriarch, Wolfgang Wagner, called in sick and allegedly had to under- go counselling.
The row, reportedly over casting and instrumentation, was so serious that the pair spoke only through lawyers. Germany's arts press had a field day and a second Berlin artist, Peter Kees, announcedhe would take over.
He spoke too soon. Like one of the heroines in her great-grandfather's epic operas, Katharina swooped in, took over rehearsals, and lured Mr Schlingensief out of his caravan and back into the hilltop opera house. Now, as far as Parsifal is concerned, Katharina says she's telling the director "what's on and what's not".
The Wagner family feud over who is to succeed Wolfgang when he dies or steps down has been rumbling on for years without resolution. The difficult man, who as a child referred to Adolf Hitler, a family friend, as "Uncle Wolf", has maintained an iron grip over the festival's running for more than half a century. Since the Bayreuth foundation states that its festival director should "in principle" be a Wagner, three of the clan - Wolfgang's current wife Gudrun, Eva, the daughter from his first marriage, and his niece Nike - have all put themselves forward for the job, but after bitter argument no final decision has been made.
Now it is emerging that blonde Katharina, the daughter from Wolfgang's second marriage, to Gudrun, is the chosen one. Directly involved in co-ordinating the festival since 2001, her directorial debut came last year at the age of 24, and she is also due to produce a new Die Meistersinger von Nürnberg at Bayreuth in 2007. Even Bayreuth itself admits Katharina, whose favourite music includes Madonna, Michael Jackson and Puccini, is emerging as the clear winner. The favourite admitted this week that she's "already asking herself the question" whether she will take over the influential festival, which attracts up to 50,000 opera-goers each year.
But whatever the result of the wrangling, many agree that a speedy handover to the next generation can only be a good thing for the festival, which opens on 25 July.
When Richard Wagner started it in 1876, the festival was regarded as radical, but critics have attacked it in recent years for being stuffy and archaic. As Nike Wagner put it: "There must be a change because the institution of Bayreuth and its director are both going senile."
Akt 2
Performance während der Eröffnung
zu den Bayreuther Festspielen 2004: Eine angemeldete Demonstration unter dem
Moto „PARSIFAL FÜR ALLE – ERLÖSUNG VON DEM ÜBEL“.
